Autoversicherung auf Bali. Welche Optionen werden Touristen angeboten?
Bewegungsfreiheit auf Bali ist praktisch eine Notwendigkeit, da die Distanzen zwischen den touristischen Zonen und Sehenswürdigkeiten beträchtlich sind. Es gibt verschiedene Möglichkeiten, diese zu erreichen, aber die Insel ist eindeutig nicht für Fußgänger gemacht. Die Wahl fällt daher meist auf Online-Taxis, verschiedene Transfers, Motorroller oder natürlich die Autovermietung.
Letztere Option erweist sich oft als die bequemste — besonders wenn man zu Hause ständig selbst fährt, mit der ganzen Familie oder in größerer Gruppe reist, kein Fan von zweirädrigen Fahrzeugen ist oder einfach Komfort und Sicherheit schätzt.
Nach der Entscheidung, ein Auto zu mieten, muss man einen Vermietungsservice finden. Davon gibt es auf der Insel zahlreiche — von "Schrott und Hörensagen" bis zu großen Unternehmen mit gutem Ruf. Neben der Fahrzeugauswahl unterscheiden sie sich im Serviceniveau, im technischen Zustand der Autos und in zusätzlichen Optionen. Eine der wichtigsten ist die Schadensversicherung, die in Indonesien übrigens nicht obligatorisch, aber sehr nützlich ist. Sie möchten wohl kaum bei einem kleinen Zwischenfall die Ersatzteilpreise auf dem lokalen Markt herausfinden, aus der Luft gegriffene Schadenssummen zahlen und hitzige Verhandlungen mit dem Vermieter auf einer Mischung aus Indonesisch und gebrochenem Englisch führen.
Vorfälle auf der Straße passieren immer unerwartet und im ungünstigsten Moment, besonders da der Verkehr auf Bali recht chaotisch ist und manchmal sogar die allgemeinen Verkehrsregeln und gelegentlich die Gesetze der Physik außer Kraft zu setzen scheint. Kurz gesagt: Der Verkehr hier unterscheidet sich stark von dem, was man gewohnt ist.
Glücklicherweise sind schwere Fahrzeugschäden auf Bali selten. Häufiger kommen Parkplatzkratzer, Dellen durch Kontakt mit einem Roller im dichten Verkehr und die Folgen kleinerer Unfälle mit niedriger Geschwindigkeit vor.
Welche Versicherungsoptionen gibt es bei der Autovermietung in Indonesien?
Keine Versicherung.
Eine recht typische Option, besonders bei kleinen lokalen Vermietungen. Gerät man in einen Unfall oder beschädigt das Auto, muss die Reparatur aus eigener Tasche bezahlt werden. Ausländer gelten oft als im Unrecht und, dem lokalen Glauben nach, als sagenhaft reich — entsprechend hoch kann die geforderte Summe ausfallen, und der Endbetrag kann sich erheblich von der Realität entfernen.
Grundversicherung mit Selbstbeteiligung.
Viele Vermietungen schließen diese im Mietpreis ein. Die Bedingungen dieser Deckung bleiben oft recht vage. Man sollte vorab den maximalen Erstattungsbetrag, die Höhe der Selbstbeteiligung, welche Schäden gedeckt sind und weitere wichtige Details klären. Allein das Vorhandensein einer Versicherung bedeutet nicht, dass man im Schadensfall nichts zahlen muss.
Erweiterte Versicherung mit reduzierter Selbstbeteiligung.
In diesem Fall ist die eigene Haftung auf einen vorher festgelegten Betrag begrenzt. Übersteigen die Reparaturkosten dieses Limit, übernimmt die Versicherung oder der Vermieter den Rest. Diese Option reduziert das Risiko im Vergleich zur Grundversicherung deutlich.
Vollkaskoversicherung.
Das maximale Schutzniveau, bei dem die Vermietungsfirma die Wiederherstellungskosten des Fahrzeugs nach den meisten Schäden übernimmt. Im Grunde eine teurere Option für alle, die sich im Urlaub keine Gedanken über mögliche Kratzer, Dellen und andere unangenehme Überraschungen machen wollen.
BaliMotion bietet zwei zusätzliche Optionen zum Fahrzeugschutz an: 500F und "Vor jedem Schaden geschützt".
Die Versicherung 500F funktioniert nach dem Selbstbeteiligungsprinzip. Für 100.000 Rupiah pro Tag erhalten Sie eine Deckung, bei der Sie Schäden bis zu 500 US-Dollar selbst zahlen, während die Firma alle darüber hinausgehenden Kosten übernimmt.
Wenn Sie sich völlig von Sorgen über mögliche Fahrzeugschäden befreien möchten, ist die treffend benannte Versicherung "Vor jedem Schaden geschützt" die bessere Wahl. In diesem Fall gibt es kein Deckungslimit, und die Firma übernimmt die kompletten Reparaturkosten. Diese Versicherung kostet 320.000 Rupiah pro Tag.
In jedem Fall lassen Sie sich beide Optionen deutlich entspannter auf der Straße fühlen als eine Autovermietung nur mit Grundversicherung und nicht immer klar verständlicher Risikodeckung.
Wichtig sind auch die Einschränkungen zu kennen: Die Versicherungen decken keinen Diebstahl, jegliche Reifenschäden sowie Schäden gegenüber Dritten ab. Wer schuld ist und wie viel gezahlt werden muss, entscheidet die Polizei. Bei leichten Unfällen mit kleinen Kratzern ist es oft einfacher, die Zahlung vor Ort ohne offizielle Stellen zu regeln.
Bei einem geringeren Schaden reicht es meist, Fotos an den Vermietungsservice zu senden, woraufhin die Mitarbeiter das weitere Vorgehen erklären. Ist der Vorfall schwerer — bei der Versicherung "Vor jedem Schaden geschützt" übernimmt BaliMotion alle Kosten, einschließlich des Abschleppwagens. Ein Mitarbeiter kommt zum Unfallort und kümmert sich um alles Weitere. Neben Unfällen deckt die Versicherung auch zufällige Schäden ab — etwa durch einen während eines Sturms herabfallenden Ast oder Risse in der Windschutzscheibe durch Steinchen von der Straße.
Eine Reise nach Bali sollte für den Ozean, die Reisterrassen und die Sonnenuntergänge in Erinnerung bleiben — nicht für die Suche nach einer Karosseriewerkstatt und Streitigkeiten über Reparaturkosten. Die richtige Wahl von Auto und Versicherung lässt Sie sich genau darauf konzentrieren, statt nach Wegen zu suchen, einen plötzlich aufgetauchten Kratzer an der Tür zu bezahlen.
Übrigens ist es auch eine gute Idee, vorab eine Krankenversicherung abzuschließen. Die Autoversicherung schützt das Fahrzeug, deckt aber keine Behandlungskosten ab, falls Ihnen selbst etwas zustößt.














